Verzeichnis
Digitalkameras & Camcorder LCD & Plasma TV Handy & Organizer MP3 Player
Digitalkameras
> Camcorder
     
afindo.com > Camcorder > Allgemeine Informationen zu Camcordern
Infos Angebote Literatur Shops


 

Camcorder: das richtige digitale Modell finden!


Leider gibt es keinen einheitlichen technischen Standard bei digitalen Camcordern. Es ist deshalb nicht besonders einfach, auf Anhieb das Gerät zu finden, welches den eigenen Ansprüchen gerecht wird. Zunächst sollte man sich darüber klar werden, welches Filmformat man verwenden möchte:

 

Das Filmformat

MiniDV

Derzeit am häufigsten findet das MiniDV-Format Verwendung, und zwar sowohl bei Hobbyfilmern als auch bei Profis. MiniDV-Camcorder gibt es mit hervorragenden Linsen und sie verfügen zudem über viele Bearbeitungsmöglichkeiten. Es gibt zwei Größen von MiniDV-Camcordern: Standard und Ultrakompakt. Camcorder im Standardformat sind i.d.R. günstiger in der Anschaffung und oft etwas einfacher in der Handhabung. Die Ultrakompakt Camcorder sind handlicher aber eben auch preislich höher angesiedelt und oft von der Nutzerführung etwas schwieriger zu bedienen.

Digital8

Das Format Digital8 bietet sich insbesondere an, wenn man bereits vorher mit den Formaten Hi8- oder 8mm gearbeitet hat. Alte Aufnahmen können dann nämlich einfach auf das neue Format übertragen werden. Preislich sind Camcorder in diesem Format in der Regel relativ günstig. Aufgenommen wird ebenso wie bei MiniDV mit einer Auflösung von 500 Zeilen in Studioqualität.

DVD

DVD Camcorder sind dann ideal, wenn man seine Aufnahmen gleich auf DVD haben möchte, da sie direkt in die Formate DVD-R oder DVD+RW schreiben. Die DVD ist als Speichermedium robuster und länger haltbar als die Kassette. Die DVD+RW ist wiederbeschreibbar, kann also mehrfach verwendet werden. Ein Vorteil ist zudem, dass die DVDs auf einem herkömmlichen Player oder mit einem Computer mit DVD-Laufwerk einfach abgespielt werden können.

MicroMV

Sony hat mit dem MicroMV Format mal wieder Maßstäbe gesetzt, was die Kompaktheit der Geräte betrifft. MicroMV komprimiert die Daten besser als MicroDV und die Camcorder sind wirklich sehr klein und leicht. Für die Nachbearbeitung stehen allerdings nur begrenzte Möglichkeiten offen, so dass die Aufnahmen ggf. in ein anderes Format umgewandelt werden müssen.
 

Die Optik

Das Herzstück des Camcorders ist seine Optik. Neben den Einstellungsmöglichkeiten spielt as Spektrum des optischen Zooms eine zentrale Rolle, wenn man eine Große Bandbreite von Nah- und Fernaufnahmen mit dem Gerät abdecken möchte. Das digitale Zoom rechnet lediglich Bilder hoch, es kennzeichnet also nicht die wirkliche Leistungsfähigkeit des Geräts da eine Vergrößerung damit immer zu Lasten der Bildqualität geht. Geräte mit einem sehr leistungsfähigen Zoom werden schnell sehr teuer, als Hobbyfilmer sollte man sich daher fragen, was wirklich notwendig ist.

Neben den Zoom-Eigenschaften ist die Beleuchtungsstärke einer Kamera besonders wichtig. Die Beleuchtungsstärke wird durch den Lichtstrom einer Lampe in Lumen dividiert durch die beleuchtete Fläche in Quadratmetern ausgedrückt. Bei Vollmond erreicht man etwa 1 Lux, eine gute Arbeitsplatzbeleuchtung hat etwa 1.000 Lux, und an einem sonnigen Sommertag im Freien werden ca. 100.000 Lux gemessen. Die Kameras drückt die angegebene Lux-Kennzahl aus, wie viel Licht benötigt wird, um ein brauchbares Bild zu erzeugen. Deshalb gilt hier: je niedriger der Wert, desto empfindlicher ist die Linse der Kamera und desto besser gelingt es, Aufnahmen bei ungünstigen Lichtverhältnissen zu machen. Meistens genügt eine Empfindlichkeit von 5 Lux oder weniger vollkommen. Wer schwerpunktmäßig Nachtaufnahmen machen möchte, sollte sich mit einer entsprechenden Spezial-Optik ausstatten.



Der Sensor

Die Ausstattung eines Camcorders mit CCD Sensoren ist für die digitale Verarbeitung der Bilder relevant. Hierbei gibt es im Prinzip zwei Bauweisen: mit einem CCD Sensor oder mit drei Sensoren, für die Farben Blau, Grün und Rot. Die Bauweise mit drei Sensoren liefert i.d.R. bessere Bilder, ist aber auch wesentlich aufwendiger und damit teurer als die Variante mit einem Sensor.

Der oder die CCD Sensoren bestimmen außerdem die Auflösung eines Camcorders. Die Kennzahl hierfür wird wiederum in Pixeln angegeben. Sensoren mit mehr als 1 Mio. Pixeln sorgen i.d.R. für eine excellente Aufzeichnung der Bilddaten, bei drei Sensoren reicht entsprechend eine weitaus geringere Pixelzahl für eine hohe Gesamtauflösung.

 

Weißabgleich

Das menschliche Auge passt sich verschiedenen ‚Farbtemperaturen’ an, die insbesondere bei Tageslicht und Kunstlicht in Innenräumen extrem unterschiedlich sein können. Ein Camcorder sollte in der Lage sein, diesen Abgleich möglichst gut nachzuvollziehen, d.h. er sollte z.B. Weiß nicht als Gelb sondern wirklich weiß darstellen, wenn sehr warme Lichtverhältnisse vorliegen. Diese Eigenschaft kann man am besten mit einem Praxistest in Innenräumen und draußen nachvollziehen.

  

Sucher und Display

Man sollte darauf achten, dass der Camcorder über einen Farbsucher verfügt. Schwarzweißsucher ermöglichen keine detaillierte Farbkontrolle, was das Filmen erheblich verkompliziert. Bzgl. der Auflösung haben einfache Sucher ca. 100.000 Pixel, gute Farbsucher 180.000 Pixel. Displays dienen in erster Linie zur direkten Kontrolle aufgenommener Szenen bei der Wiedergabe. Hierfür ist natürlich ein großes und hochauflösendes Display vorteilhaft.

 

Elektronischer und optischer Stabilisator

Der Stabilisator gleicht die unvermeidlichen Wackelbewegungen aus. Der Bildstabilisator kann elektronisch oder optisch konzipiert sein. Beim optischen Stabilisator geschieht der Ausgleich durch Magnetfelder oder schwimmende Linsen, die den Bewegungen entgegen steuern. Mittlerweile bei digitalen Camcorder sehr üblich sind allerdings elektronische Bildstabilisatoren, die vom Ergebnis größtenteils sehr gute Ergebnisse liefern.

  

Tonaufnahmen 

Die wichtigsten Verfahren hierfür sind MP3, inzwischen ja ein sehr weit verbreiteter Standard und die PCM Stereo Aufzeichnung, mit der man excellente Hifi Qualität erreichen kann. Wichtig ist neben einer guten Qualität des eingebauten Mikrophons die Möglichkeit zusätzlich ein externes Mikrophon anzuschließen. Hierdurch kann man in vielen Fällen die Filmqualität erheblich aufbessern, da die Tonaufnahme deutlich besser ausgerichtet werden kann.



Vernetzung

Ein wichtiges Leistungsmerkmal für Camcorder sind die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten. Es sollten alle gängigen Anschlußmöglichkeiten für PCs unterstützt werden (USB, Firewire etc.). Hilfreich ist auch ein DV-Eingang, um bearbeitetes Material wieder zurück spielen zu können. Ideal ist schließlich eine Konnektivität zu mobilen Endgeräten, um z.B. Filmmaterial gleich weiter schicken zu können (Bluetooth).

  

Akkus / Stromversorgung

Hier ist es wichtig, auf eine möglichst praktische Handhabung zu achten. Kann der Akku nur in der Kamera geladen werden kann man evtl. gerade dann nicht weiterfilmen, wenn es interessant wird. Besser ist es, mit einem externen Ladegerät zu arbeiten und sich einen Ersatzakku zu kaufen. Wichtig bei der Beurteilung des Preis-/Leistungsverhältnisses ist es zudem, ob Ladegerät und Akku überhaupt im Lieferumfang enthalten sind. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist zudem die maximale Aufnahmezeit, die mit einer Akkuladung bewerkstelligt werden kann. Die richtige Behandlung des Akkus, also nicht ständig voll nachladen sondern aufbrauchen und dann nachladen sichert eine lange Leistungsfähigkeit.

 

 

 

 



 

Impressum | Haftungsausschluss | Kontakt