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Digitalkameras: was man beim
Kauf beachten sollte!
Das Angebot von Digitalkameras ist so vielfältig und unübersichtlich,
das es häufig nicht einfach ist, zur richtigen Kaufentscheidung zu
kommen. Die Geräte haben i.d.R. eine Vielzahl von Funktionen, von denen
im praktischen Einsatz allerdings die wenigsten genutzt werden. Das ist
auch nicht schlimm, allerdings sollte man sich vor dem Kauf Gedanken
machen, welche Kriterien besonders wichtig sind:
Typ und Form der Digitalkamera
Die gängigen Modelle im Hobby- und semiprofessionellen Bereich sind
Kompaktkameras, mit denen vollautomatisch Schnappschüsse gemacht werden
können. Viele Modelle bieten jedoch weitere Funktionen an um die
Bildgestaltung zu beeinflussen. Für ambitionierte Hobbyphotographen und
Profis gibt es digitale Spiegelreflexkameras, die sich äußerlich kaum
von ihren ‚klassischen’ Vorgängern unterscheiden und teilweise auch die
gleichen optischen Objektive verwenden. Die Form der Kamera sollte als
Entscheidungskriterium nicht unterschätzt werden. Häufig hängt der
tatsächliche Einsatz stark davon ab: eine zu große Kamera nimmt man
weniger gerne mit als ein kompaktes Modell. Ein hochwertiges
Metallgehäuse ist robuster und angenehmer in der Handhabung als ein
einfaches Plastikgehäuse. Es ist daher sinnvoll, sich verschiedene
Kameras genau anzuschauen und auch einmal in die Hand zu nehmen.
Bildauflösung
Die Bildauflösung von Digitalkameras gilt häufig als entscheidendes
Merkmal für deren Leistungsfähigkeit. Hersteller und Handel stellen die
Zahl der Pixel verschiedener Kameras deutlich in den Vordergrund und
suggerieren damit, dass mehr Pixel auf jeden Fall besser sind. Dies ist
so nicht ganz richtig. Zum einen ist der Einsatzbereich wichtig. Soll
die Kamera vorrangig für Schnappschüsse für rein digital dargestellte
Bilder eingesetzt werden, reicht eine niedrigere Pixelauflösung völlig
aus. Die Bilder können einfach auch mit nicht allzu leistungsstarken
Rechnern verarbeitet werden, brauchen weniger Speicherplatz und können
so auch besser per email ohne weitere Bearbeitung verschickt werden.
Anders sieht es aus, wenn man qualitativ hochwertige Ausdrucke seiner
Bilder anfertigen möchte. Dann solle man sich die Leistungsfähigkeit der
Kamera in punkto Bildauflösung etwas genauer anschauen:
Objektiv und Sensor: Wichtig ist ein leistungsstarkes Objektiv,
welches zudem optimal mit dem Sensor zusammen arbeitet, der das Bild
‚digital’ übersetzt. Kann das Objektiv ein Motiv nur unzureichend
darstellen, kann das Bild auch im weiteren Verarbeitungsprozess nicht
richtig optimiert werden. Ist hingegen der Sensor nicht in der Lage, ein
vom Objektiv fein aufgezeichnetes Motiv adäquat weiter zu verarbeiten,
wird das Bild in der Verarbeitung verfälscht. Nur wenn das Objektiv und
der Sensor optimal aufeinander abgestimmt sind, können auch feine
Strukturen eines Motivs brillant dargestellt werden. Die Pixelzahl
alleine ist dafür jedoch keine Garantie! In Tests, wie sie in
Fachzeitschriften zu finden sind, wird die Reproduktion feingliedriger
Muster analysiert, um die Leistungsfähigkeit von Kameras bezüglich der
Abstimmung von Objektiv und Sensor zu beurteilen. Die Auflösung wird in
Millionen Pixel (Megapixel) angegeben. Bei den Angaben sollte man darauf
achten, das es sich hierbei um die optische Auflösung handelt und nicht
um das Ergebnis einer weiteren elektronischen Optimierung. Als
Faustregel für die Anfertigung von Papierabzügen gilt, dass man bis 3
Megapixel bis zum 9x13 cm Format befriedigende Ergebnisse erhält, bei
3-4 Megapixel bis 10x15 cm und bei 4-6 Megapixel bis 13x18 cm. Möchte
man häufig große Abzüge anfertigen, z.B. von Landschafts- oder
Tieraufnahmen ist deshalb eine Profikamera mit einer Auflösung von
deutlich über 6 Megapixel die richtige Wahl. Für den ‚Hausgebrauch’ ist
eine niedrigere Auflösung völlig ausreichend und auch bezüglich der
Verarbeitung und Verbreitung in digitaler Form wesentlich besser in der
Handhabung.
Zoom
Ein Zoom ist insbesondere bei Kompaktkameras eigentlich unabdingbar,
da man so bei schnellen Schnappschüssen einfach einen passenden
Bildausschnitt wählen kann. Beim Kamerakauf sollte man darauf achten, ob
es sich um ein optisches oder um ein digitales Zoom handelt. Beim
optischen Zoom wird das Bildmotiv zunächst optisch verkleinert oder
vergrößert und anschließend wird das Bild erzeugt. Das digitale Zoom
hingegen rechnet den Bildausschnitt einfach hoch, d.h. eine Vergrößerung
hat auch eine gröbere Darstellung zur Folge. Dadurch vermindert sich die
Bildqualität, die Auflösung wird schlechter. Für einfache Anwendungen
ist ein digitales Zoom ausreichend, möchte man hingegen eine gleich
bleibend hohe Qualität der Bilder sicherstellen, ist ein optisches Zoom
ratsam.
Speicherplatz
Der Speicherplatz ist insbesondere bei vielen preisgünstig
angebotenen Modellen Mangelware. Hier tut man gut daran, gleich in eine
adäquate Erweiterung zu investieren. Auch ein zusätzlicher Speicher zum
Austausch ist praktisch, wenn man etwa im Urlaub viele Aufnahmen machen
möchte, ohne dass man zwischendurch Bilder auf einem Computer
abspeichern kann. Beim Kauf von Speicherkarten muss man unbedingt auf
das richtige Format achten, da die verschiedenen Arten nicht miteinander
kompatibel sind.
Akkus / Stromversorgung
Die Stromversorgung sollte durch Akkus erfolgen. Auch wenn bei
manchen Kameras auch Batterien einsetzbar sind: die Kameras benötigen
recht viel Strom und der Einsatz von Batterien ist deshalb langfristig
umständlich und teuer. Am besten investiert man gleich in einen
zusätzlichen Ersatzakku, um die Kamera immer einsatzbereit zu halten.
Praktisch ist es, wenn der Akku direkt in der Kamera geladen werden
kann. Externe Ladegeräte sind umständlicher in der Handhabung und werden
auch gerne mal vergessen. Beim Einsatz der Kamera kann die Lebensdauer
eine Akkuladung enorm vergrößert werden, wenn man das Display
abschaltet. Beim Fotografieren mit Hilfe des Suchers konzentriert man
sich außerdem besser auf das Bildmotiv.
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