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Handy: Was man bei der Auswahl eines Handys beachten sollte
Die Auswahl eines neuen Handys ist zum einen
kompliziert durch die Vielzahl von Modellen, die es auf dem Markt gibt.
Hinzu kommt, dass die Serviceanbieter i.d.R. ein bestimmtes Sortiment an
Geräten anbieten, die wiederum durch die Verträge subventioniert werden.
Dadurch ist das Angebot sehr undurchsichtig, Preise sind nur schwierig
zu vergleichen.
Auch der Markt von Serviceanbietern ist inzwischen
recht unübersichtlich. Zum einen bieten die großen Netzbetreiber selbst
Handys an: Vodafone, E-Plus, o2 und T-Mobile. Zum anderen verkaufen
Serviceprovider wie Mobilcom und debitel Geräte und Verträge oder auch
PrePaid-Angebote, bei denen ein aufgeladenes Guthaben abtelefoniert
wird, ohne eine weitergehende Verpflichtung einzugehen. Inzwischen gibt
es zudem zahlreiche Discountanbieter. Entsprechende Tarife gibt es von
Aldi, Klarmobil, Blau und einigen anderen Dienstleistern.
Bei diesen Anbietern ist es teilweise erforderlich,
ein eigenes Gerät zu besitzen, in welches die SIM-Karte des Anbieters
dann eingesetzt werden kann. Geräte ohne Vertrag wiederum sind
entsprechend wesentlich teurer, da längere Verträge i.d.R. eine Art
‚Abzahlung’ auf das angeschaffte Gerät sicherstellen. Hat man ein altes
Handy zur Verfügung oder kann günstig ein Gerät erwerben, kann man mit
den Discountanbietern zu vergleichsweise günstigen Tarifen telefonieren.
Die Qualität der Gesprächsverbindungen leidet nicht darunter, da die
Anbieter wiederum mit den großen Netzanbietern zusammen arbeiten und auf
deren Netz zurückgreifen.
Überlegt man, den Anbieter zu wechseln, kann ein
wichtiges Kriterium sein, ob man die alte Telefonnummer mitnehmen kann.
Dies ist nicht überall der Fall und i.d.R. auch mit Kosten verbunden. Da
es umständlich ist, alle Kontakte über eine neue Nummer zu informieren,
ist die Mitnahmemöglichkeit jedoch für viele ein wichtiges Kriterium.
Nachfolgend haben wir wesentliche Funktionen und
Eigenschaften von Handys aufgeführt, da man beim Kauf in Erwägung ziehen
kann. Viele Handynutzer benötigen nur einen Bruchteil der Funktionen,
die die Geräte ihnen bieten. Daher sind nicht alle hier aufgeführten
Kriterien für jeden Käufer wichtig, sondern oft nur eine kleine Auswahl
davon.
Größe und Gewicht
Größe und Gewicht sind sicherlich neben der
Bedienung die wichtigsten Eigenschaften für die meisten Leute, die ein
Handy kaufen möchten. Häufig soll ein Handy möglichst kompakt und leicht
sein. Inzwischen gibt es allerdings so kleine und leichte Geräte, dass
dies manchen Nutzern zu extrem ist: sie finden das Gerät nicht wieder
oder haben Probleme mit kleinen Tasten. Ein Kompromiss sind hier oft
aufklappbare Handys, die kompakt sind, aber durch die Trennung von
Tastatur und Display Raum für ausreichend große Tasten bieten.
Sind Größe und Gewicht keine entscheidenden Kriterien sondern der
Funktionsumfang wichtiger, sollte man sich mit
Smartphones und
PDAs auseinander setzen.
Bedienung
Die Bedienung ist ein ganz entscheidendes
Kriterium. Hier spielen die schon erwähnten Tasten eine Rolle, aber auch
die Menuführung. Die Logik ist bei den Geräten einzelner Hersteller
meistens ähnlich aufgebaut, variiert aber teilweise deutlich zwischen
den verschiedenen Herstellern. Wechselt man mit dem Gerät auch den
Hersteller, dauert es daher oft länger, bis man sich an das neue Gerät
und dessen Menuführung gewöhnt hat.
Handy Display
Inzwischen gibt es auch bei kleinen Geräten
Farbdisplays mit einer hohen Auflösung. Allerdings benötigen
anspruchsvolle Displays i.d.R. auch mehr Strom, was die Lebensdauer
einer Akkuladung verkürzt. Daher sollte man überlegen, wie wichtig einem
ein entsprechendes Display wirklich ist. Zudem sollte man auf eine gute
Lesbarkeit und Beleuchtung achten. Oft werden übertrieben viele
Informationen mit im Display angezeigt, die unter Umständen den Blick
auf die wirklich wichtigen Daten verstellen.
Handy Akku
Die Akkulebensdauer ist für viele Handy-Nutzer ein
sehr wichtiges Kriterium. Sie hängt zum einen von der Leistungsfähigkeit
des Akkus ab, zum anderen aber natürlich auch vom Stromverbrauch des
Geräts, der z.B. durch ein großes Farbdisplay hoch sein kann. Eine Rolle
spielt auch, wie häufig und lange man telefoniert. Telefoniert man
wenig, reicht der Strom im Bereitschaftsmodus (Stand-By) wesentlich
länger als bei einer häufigen Nutzung des Geräts. Hier die drei
wichtigsten Akku-Bauarten:
Nickel-Cadmium-Akku
Diese Akkubauart gibt es schon lange Zeit und sie
ist sehr preiswert. In Handy werden sie allerdings inzwischen selten
verwendet, da sie relativ schwer sind und nicht sehr leistungsfähig.
Gerade bei sehr günstigen Geräten sollte man darauf achten, dass diese
Bauart dort nicht verwendet wurde.
Lithium-Ionen-Akku
Diese Akkus sind sehr leicht und brauchen zudem
weniger Volumen als Nickel-Cadmium-Akkus, um die gleiche Leistung
abzugeben. Sie haben eine hohe Lebensdauer, können also sehr häufig
wieder aufgeladen werden, ohne dass die Leistungsfähigkeit deutlich
nachlässt. Allerdings sind sie recht teuer und daher eher in
höherwertigen Handymodellen zu finden.
Nickel-Metallhydrid-Akku
Dieser Akkutyp ist qualitativ der Mittelweg
zwischen dem Nickel-Cadmium und dem Lithium-Ionen-Akku. Er wird in
zahlreichen Handymodellen eingesetzt. Bei diesem Akkutyp sollte man
ebenso wie beim Nickel-Cadmium-Akku besonders auf eine sachgerechte
Behandlung achten, d.h. ihn bei der ersten Nutzung voll aufladen und
danach das Gerät verwenden, bis er wirklich leer ist. Idealerweise
sollte man das Handy immer so lange nutzen, bis der Akku weitergehend
entladen ist, da sonst der sogenannte Memory-Effekt auftreten kann, d.h.
der Akku nur noch ein geringes Energiespeichervolumen nutzen kann.
Tribandfunktion
Tribandhandys können nicht nur in europäischen
sondern auch in den US-amerikanischen Netzen eingesetzt werden. Wer viel
in unterschiedlichen Ländern unterwegs ist, sollte bei der Auswahl eines
Geräts auf die Verfügbarkeit der Tribandfunktion achten.
Bluetooth
Eine Bluetooth Schnittstelle ermöglicht die
kabellose Übertragung von Daten. Dies kann z.B. praktisch sein, wenn man
ein kabelloses Headset an sein Handy anschließen möchte. Die
Schnittstelle kann auch zur Kommunikation mit anderen Geräten, z.B.
Computern genutzt werden.
Kamera
In viele Handys sind kleine Digitalkameras
integriert, die inzwischen zumindest teilweise auch Bildaufnahmen in
brauchbarer Qualität ermöglichen. Selbstverständlich ist eine ‚richtige’
Digitalkamera hinsichtlich Bedienung und Bildqualität i.d.R. deutlich
überlegen, dennoch kann eine integrierte Kamera für Schnappschüsse
praktisch sein. Z.B. wenn man spontan etwas interessantes sieht, sich
etwas merken möchte.
MP3-Player
Die Integration von MP3-Playern in Handys ist etwas
ähnlich zu beurteilen wie die Integration einer Kamera. Nutzt man
regelmäßig einen richtigen MP3-Player, ist diese Funktion im Handy
sicherlich kein Ersatz. Anders sieht es jedoch aus, wenn man nur
gelegentlich Musik hören möchte und hierfür einen kleinen Bestand an
Titeln auf dem Handy abspeichert.
MMS
Die
Abkürzung MMS steht für Multimedia Messaging Services und ist eine
Erweiterung der SMS Funktion. Eine MMS kann auch Bilder, Fotos,
Animationen, Videos und Grafiken an andere Mobiltelefone oder E-Mail
Adressen verschicken. Aufgrund der höheren Datenmenge ist der Versand
einer MMS i.d.R. wesentlich teurer als eine SMS, die nur aus Text
besteht.
WLAN
Als
WLAN (Wireless Local Area Network) bezeichnet man ein Netzwerk zur
drahtlosen Datenübertragung. Handys mit einer WLAN Funktion können diese
Verbindungen nutzen, um über derartige Netzwerke im Internet zu surfen,
Daten herunter zu laden oder einige Modelle sogar über Software wie z.B.
Skype über das Internet telefonieren. Die Datenübertragung per WLAN ist
deutlich günstiger als über die Standards GPRS und UMTS.
GPRS
GPRS
steht für für General Packet Radio Service. Eine GPRS-Verbindung wird
etwa aktiv, wenn man eine MMS verschickt oder mit dem Handy eMails
empfängt, es sei denn, das Gerät arbeitet mit dem wesentlich schnelleren
UMTS System. GPRS ist als Technologie recht weit verbreitet, allerdings
stößt sie bei der Übertragung größerer Datenmengen inzwischen deutlich
an Grenzen.
UMTS
UMTS (United Mobile Telecommunication System)
arbeitet mit deutlich höheren Übertragungsraten als GPRS und die
Vorgänger-Standards. Hierdurch wird es möglich, via Handy mit hoher
Geschwindigkeit im Netz zu surfen oder auch größere eMail in akzeptabler
Zeitdauer herunterzuladen und zu bearbeiten. Für diese Zwecke sind
allerdings Smartphones oder PDAs eine interessante Alternative, da
gerade bei anspruchsvolleren Anwendungen die Bedienung über die
herkömmliche Handytastatur umständlich ist. |